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DNN-Wandervorschlag: Wie die alte Bimmelbahn nach Falkenberg


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    Foto: F. Wehrmeister
    Die Steinbrücke über die Bobritzsch entstand bereits im Jahre 1565 auf kurfürstlichen Befehl.
Ausgangspunkt einer ca. 22 Kilometer langen Rundwanderung ist der Bahnhof Klingenberg-Colmnitz. Früher fuhren hier die Züge der Schmalspurbahnen nach Frauenstein und nach Oberdittmannsdorf ab. Die Strecken verliefen zunächst parallel und trennten sich erst hinter dem Pfarrbusch kurz vor Colmnitz.

Wir überqueren mit der Fußgängerbrücke die Gleisanlagen der Hauptbahn und gehen dann um das Gewerbegebiet herum. Auf der Salzstraße kommen wir zügig voran, biegen aber nach kurzer Wanderung zunächst links ab und folgen dem Hinweis zum Weidegut Colmnitz. Wir überqueren die Trasse der ehemaligen Schmalspurlinie von Klingenberg-Colmnitz nach Oberdittmannsdorf und erreichen das Weidegut. Neben Kinderspielplatz, Bauerngarten und Feuchtbiotop sind auch eher seltene Haustierrassen zu bewundern. Von hier wandern wir zur ehemaligen Bahnstrecke zurück und folgen dem schönen Wander- und Radweg, der dem Verlauf der ehemaligen Bahnlinie entspricht. Diese erst 1923 in Betrieb genommene und 18,5 Kilometer lange Strecke stellte die Verbindung zwischen den "Hauptstrecken" des Wilsdruffer Schmalspurbahnnetzes Freital-Wilsdruff-Nossen und Klingenberg-Colmnitz-Frauenstein her. Der Ort Naundorf besaß zwei Haltepunkte. Auf dem Weg dorthin sollten wir noch einen Abstecher zur Diebeskammer machen. Im Schatten eines hohen Felsens steht eine Granitsäule. Sie markiert seit 1994 den "Mittelpunkt von Sachsen".

Die ehemalige Bahnlinie durchläuft dann als Rad- und Fußweg den Ort Naundorf. Ein imposanter Viadukt überspannt bis heute die B 173. Danach verlassen wir die Trasse, da ein Zaun den Weg versperrt. Wir gehen an der Straße rechts um die Ecke und danach unmittelbar an der Bobritzsch entlang. Bald wird der ehemalige Bahnhof Falkenberg erreicht. Die unweit von hier sichtbare Steinbrücke über die Bobritzsch entstand bereits im Jahre 1565 auf kurfürstlichen Befehl. Wir bleiben am rechten Ufer der Bobritzsch und folgen weiter dem Verlauf der ehemaligen Bahnlinie bis nach Niederschöna. Die Strecke beschreibt vor dem Bahnhof Niederschöna einen Bogen mit komplettem Richtungswechsel. Das Bahnhofsgelände befand sich hinter der heutigen Kaufhalle.

Niederschöna besitzt eine hübsche barocke Kirche mit Silbermannorgel. Wir steigen auf dem gepflasterten Weg neben der Schule hinauf zur B 173 und wandern auf dem Buschrandweg wieder in Richtung Tharandter Wald. Die ab hier mit einem "Gelben Punkt" markierte Wanderstrecke führt über den Rosenweg zum Oberen Sandweg und erreicht auf dem Sternflügel reichlich einen Kilometer vor Grillenburg die "Schneise 18". Hier gehen wir rechts, überqueren die Dresden-Freiberger-Chaussee und wandern zurück zum Bahnhof Klingenberg. Unterwegs ist noch ein Abstecher zu Auermanns Kreuz möglich. Das Sühnekreuz gehört zu den ältesten Kulturdenkmalen des Tharandter Waldes. F. Wehrmeister

Hinweise: Wanderkarte von Sachsen, Blatt 31, Tharandter Wald (Vertrieb durch den Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen, Olbrichtplatz 3, 01099 Dresden, Tel. (0351) 8283-0); VVO-Hotline: Hotline: 0351/852 65 55


Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.10.2012.
© DNN-Online, 18.10.2012, 15:08 Uhr
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