Nachrichten - Thema des Tages
| Merkel will Kommunen im Atomstreit besänftigen
Berlin (dpa) - Nach scharfer Kritik von Kommunen und Stadtwerken am Atom-Beschluss will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Sorgen vor einer Begünstigung der Energiekonzerne zerstreuen. Auch die Stadtwerke würden erkennen, dass es eine faire Lastenteilung gebe, sagte sie am Dienstag bei einem Besuch in Lettland. Merkel kündigte Gespräche mit den kommunalen Versorgern an. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) will angesichts von mehr Atommüll die Endlagersuche vorantreiben. |
| Extra: Atom-Deal um 05.23 Uhr besiegelt
Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat Montagfrüh bereits wenige Stunden nach ihrem Koalitionsgipfel die Vereinbarung über die Laufzeitverlängerung mit den Energiekonzernen unterzeichnet. |
| Hintergrund: Streit um «Milliarden-Geschenke»
Berlin (dpa) - Die einen sprechen von «Milliarden-Geschenken für die Atomindustrie». Andere sehen «eine Revolution auf dem Weg zu mehr Ökostrom». |
| Merkel: Atomwirtschaft muss Gewinne abgeben
Riga (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wehrt sich gegen den Eindruck, dass die Atomwirtschaft ihre Gewinne durch die Laufzeitverlängerung der Meiler zu einem Großteil behalten kann. |
| Analyse: Röttgen will Endlager-Problem rasch lösen
Berlin (dpa) - Norbert Röttgen fährt fast aus der Haut, wenn er auf das Verhalten der SPD und der Grünen in der Endlagerfrage angesprochen wird. Der Umweltminister empfindet es als Skandal, dass sich die damalige rot-grüne Regierung jahrelang einer Endlagersuche verweigert habe. |
| Hintergrund: Die Atomenergie auf dem Vormarsch
Berlin (dpa) - International ist die Atomenergie auf dem Vormarsch. Viele Länder setzten darauf, auch um die CO2-Emissionen zu senken. Und bei weitem nicht überall ist die Nutzung der Atomkraft so umstritten wie in Deutschland. |
| Extra: Längere Laufzeiten an Standorten umstritten
Stadland/Grohnde/Lingen (dpa) - Die drei Atomkraftwerke in Niedersachsen werden nach den Plänen der Bundesregierung noch viele Jahre am Netz bleiben. Damit sind Arbeitsplätze und Gewerbesteuer- Einnahmen an den Standorten weiterhin gesichert. Bei den betroffenen Kommunen stoßen die längeren AKW-Laufzeiten jedoch auf geteilte Meinungen. |
| Grüne: Gorleben als Endlager völlig ungeeignet
Düsseldorf (dpa) - Die Grünen lehnen das niedersächsische Gorleben als Standort für ein Atommüll-Endlager entschieden ab. Gorleben sei nicht geeignet, sagte Parteichefin Claudia Roth am Dienstag nach einer Klausurtagung des Parteivorstands in Düsseldorf. |
| Extra: Keine ungeteilte Freude am AKW-Standort
Grohnde (dpa) - Die Verlängerung der Atom-Laufzeiten wird an betroffenen Standorten wie Grohnde in Südniedersachsen durchaus kritisch beurteilt. |
| Atomstrom-Einnahmen: McAllister schreibt Kanzlerin
Hannover (dpa) - Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister will von den zusätzlichen Zahlungen der Atomwirtschaft profitieren und sich in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) wenden. |
| Faymann will mit Merkel über Atom sprechen
Wien (dpa) - Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann ist verärgert über die von Berlin beschlossene Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke. |
| RWE: Müssen weit über 50 Prozent abgeben
Berlin (dpa) - Die Atomindustrie muss nach eigenen Berechnungen in den nächsten Jahren deutlich über 50 Prozent ihrer Gewinne aus den längeren Laufzeiten abgeben. |
| Lager für Atommüll in Deutschland
Berlin (dpa) - Die Lagerung von radioaktivem Abfall, der bei der Nutzung der Atomenergie anfällt, ist umstritten. Gegen Zwischenlager regt sich häufig Protest, Endlager für hochradioaktiven Müll fehlen bisher in Deutschland ganz. |
| Institut: 127 Milliarden Euro mehr für Stromkonzerne
Freiburg/Berlin (dpa) - Die vier großen Energiekonzerne RWE, Eon, EnBW und Vattenfall können nach einer unabhängigen Berechnung durch den schwarz-gelben Atomkompromiss auf Mehreinnahmen von mehr als 120 Milliarden Euro hoffen. |
| Politiker in der EU setzen auf Atomrenaissance
Berlin (dpa) - Politiker in ganz Europa entdecken derzeit die Kernenergie neu. Nicht nur in Deutschland werden die Laufzeiten verlängert, andere Staaten wie Italien, Schweden oder Finnland streben sogar Neubauten an. |
| Hintergrund: Atomkompromiss und Energiekonzept
Berlin (dpa) - Nach langen Verhandlungen hat sich die Bundesregierung auf ein Energiekonzept bis 2050 geeinigt. Kanzlerin Merkel (CDU) preist es als «Revolution». Darin werden nicht nur die längeren Atomlaufzeiten geregelt, sondern auch der Weg festgelegt zu einer Versorgung mit erneuerbaren Energien. |
| Das schwarz-gelbe Paket: Atomkraft bis 2050 möglich
Berlin (dpa) - Schwarz-Gelb will noch mindestens drei Jahrzehnte auf Atomstrom setzen. Die Spitzen von Union und FDP verständigten sich auf längere Laufzeiten der Kernkraftwerke und zusätzliche Milliarden der Industrie für den Ökostrom-Ausbau. Fragen & Antworten: |
| Hintergrund: Die neuen Restlaufzeiten der Meiler
Berlin (dpa) - Nach dem Atomausstiegsbeschluss von Rot-Grün sollen alle Meiler schrittweise bis 2022 abgeschaltet werden. Wegen Stillstandszeiten und gedrosselter Produktion würde der letzte Meiler aber bereits jetzt ohne längere Laufzeiten erst etwa 2025 vom Netz gehen. Diese Zahl ist aber noch nicht offiziell. |
| Hintergrund: Varianten für Atomlaufzeiten
Berlin (dpa) - Die Koalitionsspitzen haben am Sonntag verschiedene Varianten für Laufzeitverlängerungen und die Sicherheitsauflagen der 17 deutschen Atomkraftwerke durchgerechnet. Eine Übersicht: |












