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Archäologen wollen Bergbau-Geschichte erforschen
Dresden/Freiberg. Die sächsische Bergbau-Geschichte soll in den nächsten Jahren systematisch erforscht werden. Dazu schlossen Landesarchäologin Regina Smolnik und der Präsident des Sächsischen Oberbergamtes, Reinhard Schmidt, am Donnerstag einen Vertrag. Den Archäologen wird Zugang zu den im Oberbergamt gelagerten Archiv- Dokumenten gewährt. Zudem seien Grabungen in Altbergbau-Gebieten geplant, sagte Oberbergamt-Sprecher Peter Horler in Freiberg. Die Vereinbarung gehe zurück auf einen Zufallsfund in Dippoldiswalde 2009, nachdem in der Nähe einer Bundesstraße sogenannte Bergsicherungsmaßnahmen nötig geworden waren.
Dabei wurden laut Horler Holzreste von Leitern entdeckt, auf denen Bergleute früher in die Gruben stiegen. Diese hätten den Nachweis erbracht, dass der Silberbergbau in Dippoldiswalde bereits zwischen 1180 und 1190 begann und damit rund 100 Jahre früher als bislang bekannt. Horler verwies darauf, dass der Start des Silberbergbaus in Sachsen bisher auf das Jahr 1168 in Freiberg datiert werde. Der Sprecher des Landesamts für Archäologie, Christoph Heiermann, äußerte sich überzeugt davon, dass es nach der Dippoldiswalder Entdeckung auch an anderen Altbergbau-Standorten noch mehr Überraschungen geben werde.
dpa
© OVZ-Online, 10.02.2010, 22:58 Uhr
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